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Exerzitien

 
   

 

Geistliche Exerzitien nach dem hl. Ignatius von Loyola:

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"Zur größeren Ehre Gottes und für das Heil der Seelen hat die Güte des Schöpfers mit außergewöhnlichen Weisheit der Kirche eine besondere Hilfe gegeben durch den hl. Ignatius von Loyola ... durch die Verbreitung der geistlichen Übungen in einer vollkommenen Form in allen seinen Teilen." (Brief d. hl. Papstes Johannes Paul II an den Generaloberen der Jesuiten, v. 1.6.90) 

Die Geistlichen Exerzitien sind eine Zeit der Gnade. In der Stille und im Gebet folgen, nach den Erfahrungen des hl. Ignatius selbst, verschiedene Meditationen und Betrachtungen. Die Betrachtungspunkte dafür sind in einer systematischen Abfolge leicht verständlich. Ignatius selbst hat sie zusammengestellt und niedergeschrieben in seinem gleichnamigen Werk, das zu den großen Klassikern der christlichen Spiritualität gehört. Aus anfänglichen Notizen ab 1521 entstanden,

                                

während seiner körperlichen und vor allem seelischen Genesung, überarbeitete sie Ignatius 1522, so dass er sie 1534 in Paris vollenden konnte. Es handelt sich also, wie er selbst einleitend darlegt "um die Methode der Erforschung unseres Gewissens, um Meditation, Betrachtung, wörtliches und geistiges Gebet und andere geistige Aktivitäten, ... um die Seele vorzubereiten und dazu zu versetzen, sich von allen ungeordneten Affekten (Anhänglichkeiten) zu lösen und ... nach ihrer Entfernung, Gottes Willen zu suchen und zu finden in der Ordnung unseres Lebens für das Heil unserer Seele". (Geistige Übungen, nr. 1: einführende Erklärungen)

 

Die Übungen sind aufgeschrieben worden für eine Exerzitienzeit von 30 Tagen, eingeteilt in vier Abschnitte (Wochen), die jeweils ein eigenes Ziel haben: in der ersten Woche geht es darum, das Deformierte im eigenen Leben zu reformieren; gemeint ist, das, was in Ausrichtung auf mein ewiges Ziel, wofür ich geschaffen wurde, nicht im Einklang steht, zu entdecken, um es zu ordnen. In der zweiten und dritten Etappe (Woche) wird das Leben Jesu betrachtet, um das eigene Leben an seinem Leben anzugleichen und auszurichten. So erfolgen in diesem Abschnitt wertvolle Betrachtungen aus dem Evangelium, von der Menschwerdung Gottes, dem öffentlichen Leben Jesu, den Seligpreisungen bis zur Auferweckung des Lazarus. Im dritten Abschnitt betrachtet man die Passion Jesu, um die gewonnenen Überzeugungen für das eigene Leben zu verstärken, zu festigen; um anhand der Passion Jesu die Größe seiner Liebe für mich zu erkennen, die alles übersteigt und alles besiegt. Es geht darum, die getroffenen Entscheidungen in Hinblick auf das Heil der Seele (praktische Punkte nach der Rückkehr aus den Exerzitien in den Alltag) zu verstärken. In der vierten Woche ist die Zielrichtung eine Transformation: mit der Betrachtung der Auferstehung und Himmelfahrt unseres Herrn, in der Kontemplation seiner Herrlichkeit im Sieg über Sünde und Tod.

 

Da oft keine 30 Tagen zur Verfügung stehen, zumal in Ausrichtung für Laien, ist es möglich, diese Exerzitien, ursprünglich auf 30 Tagen angelegt, auf wenige Tage zu verkürzen und so durch Auswahl wichtigster Betrachtungen trotzdem ignatianische Exerzitien anzubieten. Die Hauptperson in dieser Zeit der Gnade ist der hl. Geist und die Seele, die sich ihm gegenüber öffnet. Daher erfolgen diese Exerzitien im Schweigen und in einer Atmosphäre, die zum Gebet einlädt. Der Exerzitienmeister (-prediger) stellt eine wertvolle Hilfe dar, um die Teilnehmer zu begleiten und die Betrachtungspunkte zu geben. Die Exerzitien sind von Ignatius selbst sogar angedacht zur Begleitung einer einzelnen Person, die diese machen möchte.

 

Die Exerzitien erfolgen hier vor Ort, auf dem Mariahilfberg hier in Neumarkt i. d. Oberpfalz. Die Teilnehmer werden sich dazu hier einige Tage in Stille und Einkehr zurückziehen in unserem Gästetrankt des Hauses. Auch die Mahlzeiten werden hier eingenommen, so dass es möglich wird, sich ganz auf die Exerzitien zu konzentrieren. Der Ort selbst lädt zu Gebet und Stille ein in herrlicher Abgeschiedenheit, inmitten der Natur, über Neumarkt.

 

Die geistlichen Exerzitien sind gut geeignet für jene, die an einem Wendepunkt im Leben stehen, von Gott eine bestimmte Gnade erbitten wollen oder einfach so zum Auftanken oder zur jährlichen Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott.

 

Gerne stehen wir für Fragen zur Verfügung.

 

 

Anmeldung und Kosten?

Für die Anmeldung reicht es, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen, entweder über e-mail (info(at)kloster-mariahilfberg . de), schriftlich (Am Mariahilfberg 1, 92318 Neumarkt i.d. Oberpfalz) oder telefonisch / per fax: Tel.: +49 (0) 91 81 / 47 60-0 - Fax: +49 (0) 91 81 / 47 60-15. Bitte informieren Sie uns, ob Sie eine bestimmte Diät einhalten oder auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten müssen.

 

Für die Unkosten wird eine geringe Gebühr erhoben.

 

Was brauche ich?

... die Bereitschaft, ein paar Tage Gott zur Verfügung zu stellen, einen Notizblock oder -heft und eine heilige Schrift (Bibel. Einheitsübersetzung). Gut wäre auch der Katechismus der Katholischen Kirche oder das Kompendium davon. Alle genauen konkreten Informationen, auch praktischer Art, werden im Einführungsvortrag am ersten Tag gegeben. Machen Sie sich einfach ein paar Tage frei vom Alltag und kommen Sie an, einfach so wie sie sind und wo und wie sie stehen im Leben.

 

Wann beginnen die Exerzitien?

Es reicht, wenn Sie bis gegen 18:00 Uhr des ersten Tages eintreffen, um 18:30 Uhr ist das Abendessen, dann beginnt die Zeit des Schweigens mit dem Exerzitienprogramm.

 

 
   
 
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